Water Research Perspectives Commission | News 01/19

Die Water Research Perspectives Commission (WRPC) entspricht in seiner Struktur prinzipiell der der DFG-Senats- kommission für Wasserforschung (KoWa), d.h. sie lehnt sich in ihrer disziplinären Zusammensetzung an die Themenbereiche (Rubriken) des DFG-Fachkollegiums 318 (Wasserforschung) an und verfolgt insbesondere folgende Ziele:

  • Schaffung eines interdisziplinären Forums aus gewählten Vertreter/innen der deutschen Forschungscommunity, um die zukünftigen Herausforderungen der Wasserforschung zu diskutieren;
  • Identifizierung von Forschungslücken und entsprechenden Bedarfen, insbesondere von Querschnittsthemen über disziplinären Grenzen hinweg;
  • Funktion als „Think Tank“ bzw. ein wesentliches „Sprachrohr“ der deutschen Wasserforschung, insbesondere in Bezug auf die derzeitige und zukünftige (Förder-)Politik,

wobei insbesondere die Fachgesellschaften, Verbände, Netz-werke sowie außer- und universitäre Forschungsinstitutionen maßgeblich eingebunden werden sollen.

Dementsprechend wurde Anfang Juni 2017 ein Aufruf zur Nominierung geeigneter Kandidat/innen veröffentlicht. Aus den eingegangenen Vorschlägen sind auf der Mitglieder- versammlung der Water Science Alliance am 18. September 2017 in Hamburg sieben Mitglieder gewählt worden, die von vier Vorständen der Water Science Alliance ergänzt werden.

Die erste bzw. konstituierende Sitzung der Kommission fand am 7. Februar 2018 in Berlin statt; als Sprechergremium fun- gieren Florian Leese (Duisburg-Essen), Markus Weiler (Freiburg) und der letzte Vorsitzende der KoWa, Peter Krebs (Dresden), der der WRPC zunächst noch als Gast angehören wird, und die von der Geschäftsstelle der Water Science Alliance unterstützt werden.

Eine erste konkrete Aufgabe der WRPC besteht darin, ein Rahmenpapier zu formulieren, in dem die großen Herausfor- derungen („Grand Challenges“) der Wasserforschung be- nannt werden, und das sich an das „White Paper“ der Water Science Alliance von 2011 anlehnt; hierzu wurden zunächst innerhalb der Kommission Ideen gesammelt, die von einem Redaktionsteam aufbereitet bzw. vorstrukturiert wurden.

2. Sitzung der WRPC am 11. Oktober 2018 in Berlin

Anschließend fand am 4. Mai 2018 ein erster Workshop statt, zu dem sich ca. 35 Fachleute der Water Science Alliance, der Fachgesellschaften und Verbände sowie externer Experten (wie dem Wuppertal-Institut u.w.) an der Universität Duisburg-Essen trafen, um weitere Ideen abzustimmen und eine vor- läufige Struktur des Papiers zu entwerfen, die im Rahmen der 9. Water Research Horizon Conference am 3./4. Juli in Dres- den vorgestellt bzw. vertiefend diskutiert wurden.

Dementsprechend thematisiert das Papier vier aktuelle Her- ausforderungen, d.h. “Extreme”, “Schadstoffe”, “Biodiversi- tät und Ökosystemleistungen” sowie die “Sicherheit tech- nischer Wassersysteme” bzw. deren gesellschaftliche Rele- vanz und adressiert sowohl die Forschungscommunity  als auch Förderinstitutionen und Ministerien.