Water Research Perspectives Commission

Die Water Research Perspectives Commission (WRPC) entspricht in seiner Struktur grundsätzlich dem DFG-Senats- kommission für Wasserforschung (KoWa), d.h. sie lehnt sich in ihrer disziplinären Zusammensetzung an die Themen- bereiche (Rubriken) des DFG-Fachkollegiums 318 (Wasser- forschung) an und verfolgt insbesondere folgende Ziele:

  • Schaffung eines interdisziplinären Forums aus gewählten Vertreter/innen der deutschen Forschungscommunity, um die zukünftigen Herausforderungen der Wasserforschung zu diskutieren;
  • Identifizierung von Forschungslücken und entsprechenden -bedarfen, insbesondere von Querschnittsthemen über disziplinären Grenzen hinweg;
  • Funktion als „Think Tank“ bzw. ein wesentliches „Sprachrohr“ der deutschen Wasserforschung, insbesondere in Bezug auf die derzeitige und zukünftige (Förder-)Politik,

wobei insbesondere die Fachgesellschaften, Verbände, Netz-werke sowie außer- und universitäre Forschungsinstitutionen maßgeblich eingebunden werden sollen.

Dementsprechend wurde Anfang Juni 2017 ein Aufruf zur Nominierung geeigneter Kandidat/innen veröffentlicht. Aus den eingegangenen Vorschlägen sind auf der Mitglieder- versammlung der Water Science Alliance am 18. September 2017 in Hamburg sieben Mitglieder gewählt worden, die von vier Vorständen der Water Science Alliance ergänzt werden.

Als Sprechergremium der Kommission werden Florian Lee- se (Duisburg-Essen), Markus Weiler (Freiburg) und der letzte Vorsitzende der KoWa, Peter Krebs (Dresden), der der WRPC noch als Gast angehören wird, fungieren, die von der Ge- schäftsstelle der Water Science Alliance unterstützt werden.

Die gewählten Kommissionsmitglieder kamen erstmalig am 7. Februar 2018 in der Geschäftsstelle der Helmholtz-Ge- meinschaft in Berlin zu ihrer konstituierenden Sitzung zusam- men, um insbesondere die Schwerpunkte ihrer zukünftigen Arbeit abzustimmen. Demnach besteht die erste konkrete Aufgabe der WRPC darin, ein Rahmenpapier zu formulieren, in dem die großen Herausforderungen („Grand Challenges“) der Wasserforschung benannt werden, und das sich an das „White Paper“ der Water Science Alliance von 2011 anlehnt.

Allerdings wurde nach intensiven Diskussionen be- schlossen, dass es bei keiner singulären Veröffentlichung bleiben soll, sondern vielmehr eine (jährliche) Serie soge- nannter „Wasserstandstandpunkte“ geplant ist, die aktuelle Themen aufgreifen wollen, entsprechend fokussierter wären und damit regelmäßige Stellungnahmen ermöglichen. Die Herausgabe des Papiers soll auf Deutsch und Englisch er- folgen, um gezielt auch die internationale Forschungs- community anzusprechen.

Die WRPC versteht sich als offenes Diskussionsforum, insofern sollen zukünftig auch Gäste aus Forschung und Politik einbezogen werden; gleichzeitig soll die Entwick- lung des Rahmenpapiers und der regelmäßigen „Wasser- standpunkte“ bewusst als „bottom up“-Prozess gestaltet werden, in den die Forschungscommunity, d.h. Fachgesell- schaften, Verbände, außer- und universitäre Forschungs- institutionen, entsprechende Netzwerke, der Bund und die Länder eingebunden werden können.

Ein erster Workshop zur Entwicklung des Rahmenpapiers fand am 4. Mai 2018 an der Universität Duisburg-Essen statt, ein weiterer im Rahmen der 9. Water Research Horizon Con- ference am 3./4. Juli in Dresden, deren Ergebnisse, Ideen und Anregungen in den weiteren Prozess einfließen.