Wasser-Ressourcenpreis | Preisträger 2018

in Kooperation mit der Rüdiger Kurt Bode-Stiftung im

 

 

Die Rüdiger Kurt Bode-Stiftung vergibt den mit 100.000 Euro dotierten Wasser-Ressourcenpreis an Prof. Dr. Florian Leese, Universität Duisburg-Essen, für seine Arbeiten im Bereich der aquatischen Ökosystemforschung ausgezeichnet. Mit der Etablierung molekularbiologischer Technologien für die Bewertung von Gewässerqualität hat Leese Pionierarbeit geleistet.. Das Kuratorium der Stiftung wählte ihn auf Empfehlung seiner beratenden Jury (Prof. Dr. Peter Krebs, TU Dresden; Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Leuphana Universität Lüneburg; Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie; Prof. Dr. Peter Haase, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) aus zahlreichen Bewerbungen aus.

Der Preis

Der Konkurrenzkampf um die immer knapper werdende Ressource Wasser wird die globale Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten prägen. Die Hauptgründe sind Bevölkerungswachstum, Klimawandel und nicht nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen. Bereits heute lebt etwa ein Drittel der Weltbevölkerung unter Bedingungen, die durch mittleren bis starken Wassermangel gekennzeichnet sind. Mit ihrem Preis zeichnet die Bode-Stiftung Forscher- persönlichkeiten aus, die in der Schnittstelle von Wissen- schaft und Gesellschaft in interdisziplinärer, praxisorientierter Forschungsarbeit herausragende Strategien und Konzepte für eine nachhaltige Nutzung der globalen Wasserres- sourcen entwickeln.

Die Rüdiger Kurt Bode-Stiftung

Die Stiftung wurde 2009 vom Hamburger Pharmazeuten und Unternehmer Rüdiger Bode zur Förderung der interdiszipli- nären Forschung auf dem Gebiet der Lebens- und Natur- wissenschaften errichtet. Schwerpunkt des Stiftungs- programms ist die Vergabe des Wasser-Ressourcenpreises, erstmalig im Jahr 2012 an Frau Professor Claudia Pahl-Wostl und 2012 an Professor Klaus Kümmerer.

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Die Preisverleihung findet am 3. Juli 2018 in der Zeit von 16:45 Uhr bis 17:30 Uhr im Rahmen der 9. Water Research Horizon Conference im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden (Lingnerplatz 1, 01069 Dresden) statt. Die Kon- ferenz wird von der Water Science Alliance durchgeführt.


Der Preisträger

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Florian Leese (geb. 1978) ist seit 2015 Leiter des Fachgebiets Aquatische Ökosystemforschung an der Universität Duisburg-Essen. Er studierte Biologie in Marburg und Bochum. Am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung promovierte er über die Entstehung, Ausbreitung und Anpassung von Meerestieren in Antarktis und Subantarktis. Es folgte eine Tätigkeit an der Ruhr-Universität Bochum, wo Leese am Lehrstuhl für Evolutionsökologie eine eigene Nachwuchsforschungs- gruppe “GeneStream” aufbaute. Mit seiner Gruppe entwickelte Leese moderne genetische Verfahren, um in Wasserproben Veränderungen der Biodiversität schnell und zuverlässig registrieren zu können: “Schwerpunkt ist zu verstehen und zu erfassen, wie Umweltstress auf Gewässerökosysteme wirkt”, erläutert er seinen Ansatz. Im Juli 2015, im Alter von 36 Jahren, wurde Florian Leese an die Universität Duisburg-Essen berufen. Hier zeigt er, dass er nicht nur ein exzellenter Wasserforscher ist, sondern auch ein ausgesprochen engagierter Lehrer.

“Es ist mir wichtig, an der Ausbildung einer neuen Forschergeneration mitzuwirken und sie für ein Zukunftsthema zu begeistern”, beschreibt er eine weitere Facette seines Engagements. Im Rahmen seiner Forschung beschränkt Florian Leese seinen Blick nicht ausschließlich auf die Wissenschaft. “Ich erhoffe mir präzisere Informationen für Entscheidungsträger, um harte Fakten zum Verlust biologischer Vielfalt und Funktion zu erhalten und viel gezieltere Maßnahmen dagegen treffen zu können”, beschreibt er sein Selbstverständnis als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Praxis.

Mit der Preisvergabe an Florian Leese würdigt die Stiftung einen jungen, visionären Wissenschaftler, dessen Forschungsgebiet angesichts der zunehmenden Verschmutzung von Seen, Flüssen und dem Grundwasser höchste Aktualität und Relevanz besitzt und der sich durch wissenschaftliche Aufgeschlossenheit, Ideenreichtum, Teamgeist und Weitsicht auszeichnet.

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Die Water Science Alliance ist eine Plattform zur Stärkung der interdisziplinären Wasserforschung in Deutschland, in deren Fokus die Synergiebildung zwischen deren Kompetenz- trägern, die Entwicklung innovativer Forschungsideen und die Förderung junger Wissenschaftler/innen stehen.